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Home > Norwegen > Küstenbatterie AUSTRATT (Turm-C v. Gneisenau)

Anreise Küstenbatterie AUSTRATT (Turm-C v. Gneisenau)
Strategische Bedeutung des Trondheimer Fjords Küstenbatterie BRETTINGEN
U-Boot Stützpunkt Trondheim Küstenbatterie HYSNES (Ort: Hasselvika)

Text: (Verfasst: Odd T.Fjeld / Übersetzt: Rainer B. Hoppe / Quelle: "Küstenbatterie Austratt / Der 28cm Drillingsturm von Lundahaugen, Orland" [Info-Broschüre])

Schwarz / Weiss Photos durfte ich freundlicherweise von Peter Behmüller und John Asmussen ausleihen.
Farb-Photos sind von mir.

Die Entstehung:

Klicken Sie auf die Photo für die Vergrösserung
Der Turm-C kam nach "Lundahaugen" bei AUSTRATT.
(Hinteres Drillingsgeschütz)
   
Auf dieser Photo (Einbau auf der Gneisenau) sieht man sehr genau die Unteren 4 Stockwerke,(nicht Sichtbar ist der Geschütztum, resp. dessen Stockwerk). Man bedenke dass die Gesammthöhe, also inkl. Geschützturm 11,77 m beträgt.

Details zu den Stockwerken siehe auch beim Rundgang.




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Bevor der Turm hier montiert werden konnte, mussten die notwendigen Schächte und Stollen aus dem Fels gesprengt und umfangreiche Arbeiten ausgeführt werden.
Rund um den Turmschacht wurden in den Fels Räume für Munitionslager, elektrische Stromversorgung, Treibstoff- und Wassertanks betoniert. Im gleichen Bereich wurden auch die Unterkünfte für die gesamte Besatzung, inkl. Turmbesatzung (10 Offiziere, 107 Soldaten und (einer Komandobesatzung von 30 Mann in Lorbern), plus zusätzliche Mannschaften der übrigen Geschützen, eine kleine Truppe für die Nahverteidigung und Verwaltungspersonal) errichtet. Zu diesen unterirdischen Anlagen gelangte man durch eigene Eingänge im Fels hinter dem Turm. Ein kräftig dimensioniertes Ventilationssystem versorgte Manschaftsquartiere und Dieselmotoren des Kraftswerks mit der notwendigen Frischluft.
Als Arbeitskräfte wurden 300 - 400 jugoslawische Kriegsgefangene und Partisanen benutzt. Im Laufe des Krieges waren alles in allem ca. 640 Jugoslawen in "Austratt".
   
Man vermutet, dass die deutsche Wehrmacht für den Transport der Kanonen von Deutschland nach "Austratt" dänische Eisenbahnfähren benutzte. Südlich der Burg Austratt wurde ein Hafen gebaut, wo das Material an Land gebracht wurde.
Vom Hafen aus wurden die Teile nach "Lundahaugen" transportiert und in dem grossen Komplex, der in den herausgesprengten Schacht einbetoniert war, zusammengesetzt.

So könnte es gewehsen sein...

Diese Bilder stammen von Tirpitz, aber ich nehme an, dass es hier gleich gemacht wurde.
   
Mit einem solchen Kran wurden die einzelnen Plattformen in den Schacht hinunter gelassen und zusammen montiert.













Diese Bilder stammen von Tirpitz, aber ich nehme an, dass es hier gleich gemacht wurde.
   















Diese Bilder stammen von Tirpitz, aber ich nehme an, dass es hier gleich gemacht wurde.
   
Die Endmontage des Turms begann 1942.














Diese Bilder stammen von FJELL (Bergen), aber ich nehme an, dass es hier gleich gemacht wurde.
   
Hier ein Original Bild von Austratt. Man beachte die Schienen Rechts.
   
Nach der Fertigstellung.

Übrigens, der hier abgebildete Geschützturm entspricht nicht ganz dem Original auf der Gneisenau. Details HIER
   
Zusätzlich zur eigentlichen Turmbatterie rüstete die deutsche Wehrmacht die Küstenbatterie mit folgender anderer Bewaffnung aus:
- 1 x 4,7 cm Stationäres, mündungspivotiertes "SKODA" Panzerabwehrgeschütz in einem Bunker am Zufahrtsweg.
- 3 x 40 mm "BOFOS" - Luftabwehrkanonen.
- 6 x 20 mm Maschinengewehr zur Luftabwehr.
  Einige der Luftabwehrkanonen, bzw. Maschinengewehre waren auf erhöten Holzplattformen plaziert.
   
Gleichzeitig mit den Bauarbeiten in "Lundahaugen" wurden auch ca. 2,5 km nordwestlich in "Lorbern" Spreng- und Betonierarbeiten ausgeführt. Hier errichtete man die Feuerleitstelle der Batterie ein.


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In der Feuerleistelle befanden sich ein 10,5 m langer stereoskopischer Entfernungsmesser und eine Peilsäule (Modell 38), die die Richtwerte zum Ziel ermittelten. Vier vorgeschobene Beobachtungsstellen auf "Lokhaug" (Agdenes), "Garten", "Tarva" und "Skippervik" (Nes) nahmen ebenfalls entsprechende Messungen vor. Das Berechnen der Schusswerte wurde mit Hilfe von Instrumenten in der Feuerleitstelle vorgenommen.
Bau und Montage wurden 1943 abgeschlossen.

Ursprünglich stand dieser stereoskopischer Entfernungsmesser in der 2.5 km entfernten Feuerleitstelle Lorbern; wurde dann aber an diesen Platz transportiert zum einfacheren betrachten.

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Meine Behauptung ist, dass dieser stereoskopischer Entfernungsmesser nicht von der Gneisenau stammt.

   
Das Original auf der Gneisenau.


In seiner militärischen Funktion als Küstenartillerie war der Drillingsturm auf "Lundahaugen" jedoch nie in Kämpfe verwickelt.


Schiessdaten:
   
  1943 Bau und Montage abgeschlossen
   
Aug. 1943 Technisches Probeschiessen
   
Frühling 1945 Übernahme der Küstenbatterie durch Englisches und Norwegisches Militär
   
   
   
   
   
   
   
   
     
02. Okt. 1945 1. Technisches Probeschiessen mit deutscher Besatzung und englisch-norwegischen Beobachter.
   
   
   
   
   
   
   
   
     
1945 Die Batterie wurde der Küstenartillerie-Brigade Trondelag unterstellt und erhielt die Bezeichnung "Festung Agdenes"
1948, 1951 + 1953 Reserveübung mit norwegischer Besatzung
Spähtsommer 1948 Übungsschiessen mit reduziertem Kaliber (8,8 cm)
16. Juni 1953 Vollkaliberschiessen auf eine Distanz von 22 km
Bis 1968 Um die gesammte Batterie jederzeit betriebsbereit zu haben, mussten tägliche und periodische Wartungen durchgeführt werden, z.B. der Drillingsturm bewegt und die Aggregate im Maschinenraum gestartet werden.
1968 wurde beschlossen die Batterie stillzulegen
1968 - 1977 wurden noch eine Reihe von Wartungsdiensten durchgeführt.
1990 Renovierung der Batterie für 1.1 Mill. Norw. Kronen und anschliessende übergabe an die Gemeinde Orland für touristische Zwecke
   
Besichtigungszeiten:
Diese ganze Anlage welche sehr schön gestalltet ist kann besichtigt werden. Innenbesichtigungen werden nur unter Führung gemacht. Es gibt Deutsch-, Englisch- und Natürlich Norwegischsprachige Führer.
Die Öffnungszeiten sind von ?? bis ca. Mitte Aug. (Ende Schulferien) (wir waren am 27. Aug. 02 dort und die Anlage war schon geschlossen, konnten aber noch einen Führer organisieren, welcher uns freundlicherweise die "Innereien" zeigte).

Hier geht's zum Rundgang